Kostenlose Tools zur Influencer-Suche

 

 

Überall hört man von ihnen, den Influencern. Zu Tausenden sollen sie sich auf Social Media tummeln und dort ihre Community mit täglich neuen Beiträgen unterhalten. Doch wenn es darum geht als Marke die richtigen Influencer zu finden, sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Wie und wo findet man denn die richtigen Influencer?

 

Die Influencer-Suche

 

Die Suche nach Influencern kann sehr schnell sehr aufwändig und auch teuer werden.

Ist das Kampagnen-Ziel und damit auch die allgemeine Zielgruppe sowie der Zielmarkt definiert, können auch die Influencer darauf basierend ausgewählt werden.

Wenn ein Unternehmen beispielsweise Frauen in der Schweiz zwischen 18-24 Jahren mit einer Affinität für Sport ansprechen möchte, macht es keinen Sinn einen Fitness-Blogger zu engagieren, der seine Reichweite hauptsächlich in Deutschland bei Männern zwischen 24-34 Jahren hat. All diese Daten sind einsehbar, aber sie zu bekommen kosten entweder Zeit oder Geld.

 

Eine Influencer-Kampagne, die über eine Agentur mit Konzept, Projektmanagement, Reporting und mehreren Beiträgen über 4-8 Wochen verteilt umgesetzt wird, kostet schnell CHF 10’000.- aufwärts.

 

Auch die verschiedenen Influencer-Tools, die einem die Suche und teilweise das gesamte Kampagnenmanagement (Kontaktaufnahme, Content-Freigabe, Tracking und Bezahlung) ermöglichen, gibt es meist erst ab CHF 500.- pro Monat aufwärts. Und dies mit einer Laufzeit von Minimum sechs Monaten, und da ist die Bezahlung für die Influencer noch nicht darin enthalten. Für Start-ups und kleine Unternehmen mit knappen Marketing-Budgets ist dies oft noch nicht machbar.

 

Untenstehend findest du deshalb verschiedene Möglichkeiten, wie du ohne teure Software-Lizenzen die besten Influencer für dich finden kannst.

 

Likeometer

Bei Likeometer handelt es sich um eine Influencer-Datenbank, die wie eine Suchmaschine aufgebaut ist. Man kann nach bestimmten Kategorien, wie beispielsweise Land (Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, DACH und weltweit), «Berufung» (Influencer, Promis, Marken, Medien, Sportler, Politiker), Unterkategorien (Fitness, Beauty, Lifestyle, Travel, etc.), Geschlecht und Anzahl Follower suchen. Jedes Profil der Plattform enthält stündlich aktualisierte Statistiken, die die exakte Followerzahl, Engagement-Rate und vieles mehr angibt. Um auf diese Statistiken zugreifen zu können, wird eine Registrierung erfordert.

 

 

 

Weitere Angaben kann man mit der kostenpflichtigen Pro-Version von Likeometer einsehen. Mehr dazu erfährst du hier.

 

Binfluencer

Binfluencer ist ebenfalls eine Datenbank, in welcher man mit Hilfe einer detaillierten Suchfunktion nach passenden Influencern suchen kann. Anders als bei Likeometer kann man bei Binfluencer nach einem beliebigen Land sowie Hashtags suchen. Dies ermöglicht es einem auch für Nischenthemen die richtigen Influencer zu finden. Des Weiteren kann nach Geschlecht, Alter, Followeranzahl, Engagement-Rate sowie Preisangaben (wie viel der Influencer pro Post etwa kosten soll) gesucht werden.

 

 

 

Instagram

Welcher Influencer oder Social Media Star verwendet heute kein Instagram? Fast alle YouTuber, Blogger und TikToker sind auf Instagram registriert. Zur Suche von Influencern auf der Plattform bieten sich Hashtags sowie das Suchfeld und die damit verbundene Nutzung von Keywords oder auch Standorten an.

 

Hat man einen passenden Influencer gefunden und ihn hinzugefügt, so schlägt einem Instagram automatisch weitere Profile vor, die ähnlich sind. Der einzige Nachteil; bei Instagram kann man nicht pro Land suchen, somit werden Influencer aus der ganzen Welt vorgeschlagen. Soll die Influencer-Kampagne also auf einen bestimmten Zielmarkt ausgerichtet sein, eignen sich die oben beschriebenen Tools besser.

 

 

 

Influencer-Management Agenturen

In der Schweiz wie auch im Ausland haben sich erste Influencer-Managment Agenturen etabliert. Diese verfügen über eine handverlesene Kartei an «Talents», die sie vermitteln. Die Managementgebühr ist in diesen Fällen - wie bei Moderatoren oder Live-Acts - bereits in der Gage enthalten. Kommt es zu einem Auftrag erhält das Management 20-30% der Gage.

Eine Möglichkeit an spannende (meist auch grössere) Influencer zu kommen, ist es direkt bei diesen Management-Agenturen anzufragen, wen sie im Portfolio haben, der passen könnte.

Hier muss jedoch beachtet werden, dass meist erst grössere Influencer bei einem Management sind und die Gagen für einen einzelnen Beitrag hier oft erst im 4-Stellingen Bereich losgehen. Eine Liste verschiedener Management-Agenturen in der Schweiz findest du hier.

 

Micro-Influencer & Gratisware

Viele Unternehmen planen Influencer-Kampagnen, bei denen die Influencer nicht bezahlt werden, sondern Gratis-Ware erhalten. Die Kosten, die für Adressgewinnung, Verpackung und Versand entstehen, werden in solchen Fällen jedoch oft unterschätzt.

Was vor ein paar Jahren noch in jeder Menge Earned-Media resultierte, endet heute im schlimmsten Fall in einem Mini-Shitstorm, denn die Influencer werden regelrecht mit Gratisware überhäuft.

Viele geben im Impressum ihre Adressen nicht mehr an oder weisen explizit darauf hin, dass das unaufgeforderte Zustellen von Paketen nicht gewünscht ist. Werden die Pakete dann noch an unsorgfältig ausgewählte Verteiler verschickt, kommt schon Mal die Wintermütze mit Echtfell-Bommel beim Veganer oder die Champagner-Flasche beim abstinenten Empfänger an.

Earned Media gibt es da schon, aber wohl kaum diejenige, die man sich erhofft hat. Im Besten Fall gibt es heutzutage noch eine kurze @-Mention in der Story, in welcher sich der Influencer für die Produkte bedankt. Mehr aber auch nicht. Solche Versand-Techniken sind somit nicht nur veraltet, sie werden leider auch viel zu oft unprofessionell abgewickelt.

 

WICHTIG: Es spricht natürlich absolut nichts dagegen Produktmuster an vorab sorgfältig ausgewählte und kontaktierte Influencer zu senden. Stimmen diese zu Teil der Kampagne zu sein und geben die aktuelle Wohnadresse an, kann bei kleinen Profilen der Produktwert durchaus als Gage definiert werden und den Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit markieren.

 

Fazit

Mit allen oben genannten Tools kann bereits eine erste Auswahl getroffen werden. Was diese jedoch nicht enthalten sind die Insights. Also woher die Fans kommen, wie alt sie sind und welches Geschlecht sie haben. Auch die direkte Kontaktaufnahme ist nicht möglich.

 

Diese Informationen müssen erst manuell eingeholt werden, indem man sich die Kontaktdaten aus Profilen, Blogs und Impressen rauskopiert. Alternativ gibt es Kontaktformulare oder Direct Messages auf Instagram. Erst dann kann man sein Unternehmen vorstellen und nach weiteren Informationen (Preise, Follower-Insights, Blogaufrufe) fragen.

 

Somit kann man die Lizenzkosten für Profi-Tools zwar umgehen, jedoch braucht es einiges an administrativer Arbeit, um die Kampagne in Eigenregie umzusetzen. Auch Hilfestellungen zu den Gagen (ist das ein guter oder ein überrissener Preis für diese Kooperation), Vorlagen für Briefings, Verträge (Bildrecht), das Monitoring, die Abwicklung der Bezahlung sowie das Erstellen des Schlussreports fallen bei diesem Szenario weg. Es kann sich also lohnen zumindest punktuell eine Agentur anzufragen, die auf Influencer Marketing spezialisiert ist.

 

Werbung in eigener Sache: Wir bieten unseren Kunden auf Wunsch auch nur punktuelle Unterstützung an. Sei das bei der qualitativen Überprüfung bestehender Influencer, der Einschätzung und Verhandlung bei Influencer-Gagen, dem Erstellen von spezifischen Verträgen (Bildrechte, Nutzungsrechte, Versicherungen, Exklusivität, Sperrfristen, etc.) sowie bei der Auswahl der Influencer selbst. Je nach Anforderung der Influencer-Suche (wie spezifisch, wie viele, etc.) können wir so in 1- 3 Tagen die komplette Selektion aufbereiten und stellen dir diese zur Verfügung. Du kannst die Influencer daraufhin direkt kontaktieren ohne weitere Verpflichtungen uns gegenüber.

 

Klingt gut? Dann schreibe uns.

 

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